Armadong Kali St. Gallen
Spass an der Bewegung
Das Pekiti-Tirsia Kali (sprich: „Pekiti Tirscha Kali“) ist eine Stilrichtung der Kampfkunst Kali und bedeutet frei übersetzt: „Nahkampfsystem“. Innerhalb der philippinischen Kampfkünste Kali, Arnis und Eskrima gibt es einige hundert Systeme und noch mehr Stilrichtungen. Das Pekiti-Tirsia-System ist eines der international bekanntesten. Das Pekiti-Tirsia Kali ist das Familiensystem der Tortal-Familie. Einziger Erbe und Großmeister sowie Stilbewahrer des Systems ist Grand Tuhon (Familienvorstand) Leo Tortal Gaje, Jr. Das vorherrschende Kampfprinzip ist die taktisch-strategische Anwendung des direkten Gegenangriffs zur Verteidigung.

Heute wird das Pekiti-Tirsia Kali vertreten vom alleinigen Stilbewahrer Grand Tuhon Leo Tortal Gaje, dem einzigen Enkelsohn und Erben des Great Grand Tuhon Conrado B. Tortal. Im Oktober 1997 wurde in Subic Bay, Zambales auf den Philippinen die Centennial-Celebration, d.h. das 100-jährige Bestehen des Pekiti-Tirsia Systems, wie wir es heute kennen, gefeiert.
Grand Tuhon Gaje war ein Vorreiter bei der Verbreitung der Kampfkunst Kali in den USA. Er und sein Pekiti-Tirsia Kali erlangten Anerkennung und Respekt bei den wichtigsten Kampfkunstorganisationen der USA und bei der Ausbildung von privaten und staatlichen Sicherheitskräften. Das Pekiti-Tirsia Kali System ist von der philippinischen Regierung anerkannt. Zum Beispiel wird auch die Eliteeinheit der philippinischen Armee (Force-Recon Philippine Marine Battalion) nach diesem System trainiert.


Pekiti-Tirsia Kali ist ein kompaktes und umfassendes Kampfsystem. Es beinhaltet alle Phasen der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung:
-
Vom frühzeitigen Erkennen und Vermeiden über den Distanzkampf zum Kampf in mittlerer Distanz bis hin zum Nahkampf und Bodenkampf
-
Verteidigung aus stehender, sitzender oder liegender Position
-
Verteidigung gegen waffenlose und bewaffnete Angriffe (Stock/Schwert, Messer,...)
-
Verteidigung gegen einzelne oder mehrere Angreifer
Das Pekiti-Tirsia System basiert auf den Prinzipien der offensiven Verteidigung gegen Hieb- und Stichwaffen (Messer). Es werden immer dieselben Bewegungsmuster und Prinzipien verwendet - unabhängig davon, ob Angreifer oder Verteidiger über eine Waffe verfügen oder nicht. So muß nur ein System und nur ein Typ Bewegungen verinnerlicht werden - dies spart Zeit und gibt Selbstsicherheit. Wirkt eine Methode gegen einen mit Messern bewaffneten Angreifer, dann funktioniert sie auch bei dem unbewaffneten Gegner.
Zu den typischen Übungsmethoden gehört das Distanz-Sparring ebenso wie das Training in der Nahdistanz mit den Methoden des Tappings und Cross-Tappings. Diese Übungsmethoden trainieren Überblick, Geschwindigkeit, Timing, sowie Geschicklichkeit und taktisches Positionieren.
Da sich ein geübter Messerkämpfer bei seiner Verteidigung mehr auf Geschwindigkeit, Timing und Geschicklichkeit verläßt als auf rohe Muskelkraft, bietet Kali auch im waffenlosen Kampf wirksame Methoden zur Verteidigung gegen körperlich stärkere Angreifer.